Eine konkrete Utopie

Farmfree Food: »Forscher können jetzt Wasser in Nahrung verwandeln. Landwirtschaft ist bald nicht mehr nötig … in einem Metalltank sah ich rotierenden gelben Schaum, eine Art Urschlamm-Gebräu aus Mikroben, die sich durch Wasserstoff vermehren. Durch Röhren abgelassen und auf heißen Untergrund gespritzt, verwandelte der Schaum sich in gelbes Mehl … Dabei ist das Mehl als Rohstoff für alles Mögliche gedacht. Es könnte Füllstoffe ersetzen, die wir heute in Tausenden Lebensmittelprodukten benutzen. Durch leichte Veränderung der Bakterien lassen sich aber auch Proteine für im Labor gezüchtetes Fleisch, Milch und Eier herstellen. Denkbar ist auch die Herstellung von Laurinsäure – bye-bye, Palmöl! – und langkettigen Omega-3-Fettsäuren … Die Kohlenhydrate, die nach Auszug von Proteinen und Fetten übrig bleiben, könnten von Nudelmehl bis Kartoffelchips alles ersetzen … Pflanzen sind nur teilweise essbar, Bakterienmehl dagegen komplett. Das steigert die Effizienz um ein Vielfaches. Durch die Herstellung in großen Bottichen ist zudem die Flächeneffizienz laut Schätzungen des Unternehmens rund 20.000 Mal höher. Alle Menschen auf der Erde könnten satt werden, und das bei Nutzung nur eines geringen Teils der Erdfläche. Wenn das – deutlich weniger als für Landwirtschaft – nötige Wasser wie geplant durch Solarenergie elektrolysiert wird, sind Wüsten der beste Standort für mögliche Fabriken …« – Zum Artikel: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/mikroben-werden-uns-retten

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Gemeinschaftsgüter wie Wasser, Mineralien, Boden, Luft, biologische Vielfalt werden zu Finanzprodukten

Diejenigen, die die „Finanzialisierung der Natur“ vorschlagen, argumentieren, dass es ohne Bezahlung nicht möglich sei, die Wälder zu erhalten, saubere Flüsse und die Stadt von Abfällen gesäubert zu haben, eigenes Land ohne Pestizide und Chemikalien zu besitzen, atmungsaktive Luft zu haben, ohne giftige Gase zu reduzieren. Sie behaupten, es sei nicht möglich, die Umwelt zu bewahren, ohne dass die Gemeinschaftsgüter (Wasser, Mineralien, Boden, Luft, biologische Vielfalt) zu Finanzprodukten werden. Sie geben an, den Übergang von einer braunen (verschmutzenden) Wirtschaft zu einer „grünen Wirtschaft“ zu finanzieren. Sie sagen, es gebe keine andere Alternative als das, was überaus ökonomisch sei, zu finanzialisieren … Nun hat es aber immer Alternativen gegeben … Glücklicherweise wächst die internationale Bewegung gegen die „Finanzialisierung der Natur“, ein Fluch, der Tag für Tag neue komplexe und ausgefeilte Formen hervorbringt, um die Normen, die erreichten Verfassungsrechte und internationalen Vereinbarungen zu umgehen und die Doktrin des „Neokolonialismus“, die Unterwerfung und die Sklaverei mit Kriegen, Tragödien und Elend fortzusetzen … Die Geflüchteten und Verletzten dieses Unheils, das wir täglich in den Medien sehen, werden in ihren Territorien zu Opfern der „Finanzialisierung der Natur“ …
Amyra El Khalili aus Brasilien ist Professorin für Sozial- und Umweltökonomie
https://amerika21.de/analyse/235647/cop25-finanzialisierung-der-natur

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Das Commons-Projekt Vivihouse

Das Projekt Vivihouse baut Häuser, doch komplett anders, als wir es kennen. Es geht nicht nur um Häuser, die aus ökologisch-nachhaltigen Materialien aufgebaut werden, sondern die auch komplett wieder abgebaut werden können, um sie entweder woanders wieder aufzubauen oder umweltfreundlich zu recyclen. Die lehmverputzten und strohballengedämmten Holzhäuser sind nicht primär für den ländlichen Raum gedacht, sondern die modularen Bausätze eignen sich vor allem für den mehrgeschossigen Wohnungsbau in der Stadt. Und es handelt sich nicht nur um ein Do-it-yourself-, sondern vor allem um ein Do-it-together-Projekt – Interessierte sind regelmäßig zu Bauworkshops eingeladen. Mit ihrem Ansatz stellt das Projekt neue Fragen. Muss Hausbau in den Händen einer kleinen Gruppe von Spezialist*innen liegen? Kann der Selbstbau Menschen ermächtigen, die Gestaltung ihrer Lebenswelt mehr in die eigenen Hände zu bekommen? Kann der Einsatz erneuerbarer Materialien wie Holz und Stroh das Betondenken (Sand ist eine schwindende Ressource, Zementherstellung ist CO2-intensiv) im Städtebau aufweichen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Das Projekt wurde von einer Gruppe von Architekt*innen gegründet, die sich von den Commons inspirieren ließen und diese Erkenntnisse auf ihre Domäne übertrugen. – https://keimform.de/2019/vivihouse
vivihouse bringt den Holzbau zurück in die Stadtvivihouse ist ein innovatives Bausystem zur Errichtung mehrgeschossiger Gebäude für gemischte Nutzungen. Es basiert auf einer modularen Holzskelettbauweise, die speziell für den Einsatz ökologischer Materialien optimiert ist: wie Strohballen als Dämmstoff, Holzrahmen oder Kalk- und Lehmputze
weil gesundes Wohnen und Arbeiten uns alle betrifft
weil ein geringer Energieverbrauch ökologisch ist und Kosten senkt
weil die Enkelkinder nur in einem gesunden Ökosystem glücklich werden
vivihouse ist langlebig und anpassungsfähig
vivihouse kann an unterschiedliche Grundstücke, Nutzungen, Geschosszahlen, und Geschmäcker angepasst und sogar demontiert, transportiert und an anderer Stelle wieder zusammengesetzt werden
weil niemand weiß, wie wir in fünfzig Jahren leben werden
weil es nachhaltig ist, ressourcenschonend auf die unvorhersehbare Zukunft reagieren zu können
weil die Kreislaufwirtschaft neue Maßstäbe setzt
vivihouse heißt mitmachen
Jeder und jede, die möchte, kann vivihouse-Bauelemente selbst bauen: Je nach Bedarf und Fähigkeiten eignet sich vivihouse für betreute Bauworkshops mit Laien, für die klassische Zimmerei oder die computergestützte Fertigung in FabLabs. Eine Kooperationsplattform wird PlanerInnen ermöglichen, das Bausystem langfristig weiterzuentwickeln
weil’s erfüllend ist, die eigene Lebensumgebung mitzugestalten
weil was gemeinsam mit anderen tun für Profis und Laien eine befruchtende Symbiose ist
weil die Vorteile von DIY, traditionellem Handwerk, digitaler Produktion und Open Source in deren Verknüpfung liegen.
Die Webseite mit allen Infos: https://www.vivihouse.cc/idee

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Fridays for Future – Extinction Rebellion

Infos zum Aktivwerden

Fridays for Future Fürstenfeldbruck hat zur Info-Verteilung neben WhatsApp nun auch Telegram eingerichtet hier zu bekommen: https://telegram.org/apps
Wer es schon hat, erhält hier den Zugang: https://t.me/joinchat/JykKfxdK6NRhGwUBribp8g
Telegram gilt als bessere und sichere Alternative und ist auch für den Browser/Computer zu haben.

Human Connection“, die Facebook-Alternative, hat angekündigt, sich in den kommenden Tagen für alle Nutzer zu öffnen. Zu den schon existenten Funktionen wird es bald weitere geben. Infos: https://human-connection.org

Offener Brief an die Bundesregierung von Fridays For Future an die Mitglieder des „Klimakabinetts” sowie die Parteispitzen der Koalitionsparteien: „Angesichts dieser angekündigten Maßnahmen sehen wir die Handlungsfähigkeit Ihrer Bundesregierung beim Klimaschutz nicht mehr gegeben … Wir streiken, bis Ihr handelt!“
https://fridaysforfuture.de/offener-brief-klimakabinett

Links

https://rebellion.global/de
http://fff-muc.de
https://fridaysforfuture.de/neuigkeiten
Fürstenfeldbruck WhatsApp – https://chat.whatsapp.com/DRdUOpATS8HDcsQ4ecMI9M
https://rebellion.earth/international-rebellion
https://extinctionrebellion.de
https://parentsforfuture.de/de/m%C3%BCnchen

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Problemzonen der Modebranche

Vom Sa, 5.10. bis zum Weltmissionssonntag am 26.10., täglich von 10-18 Uhr, im Pfarrhof von Bruder Konrad Gernlinden, Buschingstr. 4, Maisach
Austellungstrio über die Modebranche
„Jeans, Jeans, Jeans“ informiert über den Werdegang einer Jeans und einige seiner „Problemzonen“. Dieser Ausstellungsteil wurde uns von der Stadtverwaltung Isny zur Verfügung gestellt. Gestaltung der Exponate von Frau Catarina Dautzenroth und Frau Flores Spütler.
„Nach St(r)ich und Faden. Die Wahrheit über Mode-Mythen“ führt das Thema fort und zeigt Fotos aus der Bekleidungsindustrie von Kambodscha, Südindien, Vietnam und Nicaragua. Die Serie will die Tatsachen der Modebranche ans Licht bringen und Mythen richtig stellen. Die Plakate sind von CI-Romero.
„Fair-Pay“. Die Plakatserie ist frei nach Bildern und Texten aus Veröffentlichungen von CIR gestaltet („Mode ohne Würde“ und andere). Sie zeigt globale Probleme auf, bringt wichtige Infos über Label, Hinweise zur derzeitigen „best practis“ und informiert mit einigen Beispielen wo diese lokal und im Internet erhältlich ist.
Zum Thema weitergehende Infoschriften liegen aus. Auch über einen politischer Handlungsweg mittels einer Gesetzesvorlage für ein Lieferkettengesetz, welches von den christlichen Missionswerken unterstützt wird, wird informiert und Unterschriftenlisten dazu liegen aus.
Filmabende zum Thema, von der Christlichen Initiative Romero zusammen gestellt, werden im Pfarrsaal von Bruder Konrad an 2 Abenden gezeigt. Do 31.10., 19 Uhr, „Kleider machen Leute“, Beiträge über die Arbeitsbedingungen in den Zulieferfabriken nahmhafter Konzerne. Do 07.11., 19 Uhr, „Nähen für den Weltmarkt“, über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Näherinnen in den Bekleidungsfabriken des Südens. Zusammenstellung der Ausstellungen vom Internationalen Arbeitskreis des Weltnotwerks der KAB in Gernlinden. Verantwortlich A.Pichler. Kostenlos zu besichtigen.

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Die Replace Plastic App

Mit der App Replace Plastic kannst du Barcodes scannen oder manuell eingeben. Mit der App Replace Plastic kannst du den Barcode beliebiger Produkte scannen und dann dem Hersteller dieser Produkte eine vorformulierte Nachricht schicken, die ihn informiert, dass man dieses Produkt lieber ohne oder mit weniger Plastik hätte. Mittels Barcode ermittelt die App in einer Datenbank Produkt und Hersteller und formuliert die Protest-Nachricht entsprechend. Das geht ganz einfach und hat zumindest in unserem stichprobenartigen Test mit fast allen Produkten funktioniert, mit denen wir es ausprobiert haben. Um die Nachrichten an die jeweiligen Hersteller senden zu können, benötigt die App Replace Plastic allerdings deine persönlichen Daten, damit die Initiatoren „im Konfliktfall“ belegen können, dass es sich um echtes Feedback und nicht etwa erfundene Meldungen handelt. In der Meldung an die Hersteller steht: „20 Verbraucher haben über unserer App Replace Plastic angegeben, dass sie sich das Produkt in einer Verpackung ohne Plastik/mit weniger Plastik wünschen. […] Viele Menschen wünschen sich plastikfreie Verpackungen. Aus diesem Grund senden wir Ihnen heute die Wünsche der Verbraucher zu Ihrem Produkt. Wir hoffen, dass diese Information über die Wünsche und Werte Ihrer Zielgruppen [für] Sie hilfreich ist, um bessere Lösungen für Ihre Kunden zu verwirklichen.“ Die Replace Plastic App kannst du kostenlos für Android oder iOS herunterladen. Utopia meint: Die App Replace Plastic ist eine ziemlich gute Idee, denn sie setzt da an, wo Verbraucherprotest wirklich etwas bewegen kann: direkt bei den Unternehmen. Die App ist leicht zu bedienen, funktioniert soweit wir das beurteilen konnten einwandfrei und ist so eine unkomplizierte Möglichkeit, Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, dass wir Verbraucher uns weniger Plastikverpackungen wünschen. Allerdings sollten wir uns nun nicht darauf beschränken, mit einem Klick gegen unnötige Plastikverpackungen zu protestieren – sondern sie auch weiterhin wann immer möglich einfach meiden. – Quelle: https://utopia.de/fragen/replace-plastic-app/

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„Geschacher um Menschenrechte: Wie Deutschland UN-Standards ausbremst“

Die TV-Sendung „Monitor“ berichtete am 18.7.19: „Wie Deutschland UN-Standards ausbremst“: „Hungerlöhne und miserable Arbeitsbedingungen gehören häufig noch immer zum Alltag der Menschen, die in ärmeren Ländern für deutsche Unternehmen Produkte herstellen oder Rohstoffe abbauen. Dabei hatte die Bundesregierung im Koalitionsvertrag versprochen, die „Menschenrechtsleitprinzipien“ der Vereinten Nationen verbindlich umzusetzen – notfalls per Gesetz. Doch das Verfahren zieht sich hin, die Kriterien werden immer weiter aufgeweicht. Gegenüber MONITOR kritisiert jetzt der Berichterstatter des zuständigen UN-Komitees, Deutschland halte sich nicht an die UN-Vereinbarungen.“

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