DemokraTisch

DemokraTisch in Bruck

Gespräche mit Stadt- und Kreisräten, Aktiven, Ehrenamtlichen und jungen Menschen über gemeinwohlorientierte Stadt- und Landpolitik, Fragen demokratischer Bürgerbeteiligung, Frieden und Menschenwürde. Unsere Begegnungen finden ohne Publikumsverkehr statt, aber künftig mit Livestreamübertragung und Videodokumentation.


Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ organisiert eine neue Gesprächsreihe.
Alle zwei Monate gibt es eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde. Daneben das neues Veranstaltungsformat „Fürstenfeldbruck im Wandel – Aktiv werden für eine menschengerechte Stadt“. Demokratische Bürgerbeteiligung – Sozialökologisches Leben – Gemeinwohlorientiertes Handeln.
Diese Reihe widmet sich aktuellen Fragen der demokratischen Bürgerbeteiligung, des sozialökologisches Lebens und gemeinwohlorientiertes Handelns. Es geht uns um konkrete und konzentrierte Informationsvermittlung. Diese Internet-TV-Reihe wird unterstützt vom Herausgeberkreis der Online-Plattform „ffbaktiv.de“. Die Übertragungen werden 14-täglich an verschiedenen Wochentagen, vorwiegend aber freitags oder samstags stattfinden. Extratermine sind jederzeit möglich.
Über die Sendetermine und die geplanten Themen können Sie sich auf unserer Webseite informieren: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel. Der Livestream, das Programm und weitere Infos: www.lifestudio.ffbaktiv.de


Der nächste „DemokraTisch in Bruck / LIFE studio FFB“ findet am Donnerstag, 10. Oktober, um 19 Uhr statt und widmet sich dem Thema:

Fürstenfeldbruck: Von der Militärstadt zur Friedensstadt?
Demokratische Gedenkkultur aktiv untermauern.

Frieden in FFB – Was ist zu tun? Es wächst die Gefahr eines neuen großen Krieges heran, neben den vielen kleineren auf unserem Planeten. Vielerorts arbeiten Friedensinitiativen an der Durchsetzung einer globalen Entspannungspolitik. Unter anderem erklären sich Weltstädte zu Friedensstädten und unterstützen friedensbildende Aktivitäten. Fürstenfeldbruck als eine ehemalige Stadt der Nazi-Unkultur und der Kriegsmaschinerie hat diesen Akt noch nicht getan. Auch unsere Stadt kann sich als Friedensstadt feiern, wenn sie die Selbstverpflichtung und politische Zielsetzung eingeht, Frieden und Demokratie vorbildlich zu präsentieren. Dazu gehört eine Erinnerungskultur, die alle blinden Flecken ihrer Vergangenheit mutig aufarbeitet und tilgt. Dazu gehören demokratische Beteiligungsstrukturen, die es ihren Einwohnern ermöglichen, eigenverantwortlich mitzuentscheiden. In diesem Sinn hat unsere Stadt Nachholbedarf. Wir sprechen über hinderliche Barrieren und die Möglichkeiten zu ihrer Überwindung.
Impuls: Fürstenfeldbruck sollte sich für die Europäische Charta für den Schutz der Menschenrechte, die Städtekoalition gegen Rassismus, den ICAN-Appell für das Atomwaffenverbot und das Bündnis Mayors for Peace einsetzen. Wünschenswert sind in unserer Stadt außerdem die Einführung der Bürgerbeteiligungssoftware CONSUL und ein Bürgerhaushalt.
Fragen: Mit welchen positiven Signalen und Initiativen kann die in beide Weltkriege verstrickte Stadt mit der Hinterlassenschaften des Fliegerhorstes, der Polizeischule und der Nazistraßennamen seine militaristischen Traditionen überwinden?
Womit und wie können wir Menschen in Bruck selbst aktiv werden und eine demokratische und friedensorientierte Stadtpolitik unterstützen?
Thesen: Eine gerechte Stadt ist ein solidarischer Ort, an dem kein Mensch diskriminiert wird. Sie fördert deren Erziehung und Bildung auf der Grundlage von Demokratie und Toleranz und der Möglichkeit der umfassenden Teilhabe am Leben der Stadt. Es gilt der Opfer der Gewaltherrschaft zu gedenken und Wege in eine Stadtpolitik zu bahnen, die friedenspädagogisch beispielgebend ist und der Demokratie und Menschenwürde ein Hauptanliegen sind.
Als Diskussionteilnehmer haben zugesagt
FFB-Oberbürgermeister Erich Raff, Rolf Bader, Landsberg (Regionalgruppe „Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung/IPPNW“), Dr. Sven Deppisch (Historiker) und Klaus Zieglmeier (Chronist). Verschiedene Brucker Stadträte werden eingeladen.


Unser „DemokraTisch in Bruck“ am Donnerstag, 23.5. stand unter dem Titel:
Erinnerungskultur in FFB: Was lernen wir aus den zwei Weltkriegen und der deutschen Nachkriegsgeschichte?

Es diskutierten:
Helmut Zierer (Publikation zum 1. Weltkrieg)
Sven Deppisch (Publikation zur Polizeigeschichte FFB)
Klaus Zieglmeier (Publikation zur Geschichte des „Extremismus“)
Jürgen Schulz (Publikation über Folgen der Judenverfolgung)
Mirko Pötzsch, Stadtrat FFB
Margot Simoneit, Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun“ und Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Die Gesprächsleitung übernahm Hans-Jürgen Buber.
Fragen:
• Welche geschichtlichen Ereignisse prägen unsere persönlichen Erinnerungen bzw. Nachforschungen?
• Welche Folgen und Spuren haben zwei Weltkriege in FFB hinterlassen?
• Wie sieht die Brucker Erinnerungskultur aus – wer verantwortet sie, wie soll sie gestaltet sein?
Thesen:
• Aus der Präambel der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Nationalversammlung von 1789: „Die Unkenntnis, die Achtlosigkeit oder die Verachtung der Menschenrechte sind die einzigen Ursachen des öffentlichen Unglücks und der Verderbtheit der Regierungen“.
• Konkrete Erinnerungskultur soll respektvolle Gedenkpädagogik zur Aufarbeitung von historischem Unrecht sein, nicht nur um der Opfer zu gedenken, sondern auch um Wege in eine demokratische Stadtpolitik zu fördern, der Friedenspolitik und Menschenwürde ein Hauptanliegen sind.
Der 80-Min.-Livestream ist hier zu sehen: https://youtu.be/Nih_-M-4tOY
Eine Kurzzusammenfassung – 16 Min.: https://youtu.be/NTfV3haBvFs


Der „DemokraTisch“ im Mai widmete sich am Dienstag, den 7.5., dem Thema

Europa: Würde und Demokratie wählen statt Abschottung und Nationalismus
Ein Gespräch über die Parteien zur Europawahl und die Ziele der Parteialternative „Demokratie in Europa / European Spring“

Fragen:
• Wofür stehen die etablierten Parteien?
• Welche Inhalte und Chancen hat die alternative Partei „Demokratie in Europa“?
• Wie beeinflusst unser Wahlverhalten das demokratische Leben in Fürstenfeldbruck?
Thesen:
• Nationalismus und Rechtsextremismus haben Zulauf, für Umwelt- und Klimaschutz wird zu wenig getan, bei zu vielen Entscheidungen stehen Profitinteressen an erster Stelle und nicht unser Wohlergehen und das unserer Erde. Die Gefahr wächst, dass die EU auseinanderbricht, was zu mehr Ausgrenzung, mehr Nationalismus, mehr Egoismus führt, zu strengeren Grenzkontrollen und hartem Konkurrenzkampf zwischen Staaten. Vielleicht sogar wieder zu Konflikten, die mit Waffen ausgetragen werden.
• Am Europawahltag haben wir eine Chance, auf die Richtung der Europapolitik Einfluss zu nehmen. Wir können Abgeordneten ins EU-Parlament wählen, die sich für Vielfalt, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit, für Frauenrechte und bürgernahe Demokratie einsetzen. Mit unserer Stimme können wir für den Wandel in Europa sorgen, den wir sehen wollen.
Gesprächsteilnehmer:
Rudolf Ende, ehemals Gemeinderat, Mitglied im Bund Naturschutz Schöngeising
Krisztina André, Europa-Kandidatin für „Demokratie in Europa“, München
Diese Gesprächsrunde dauert eine Stunde und wird als Livestream (Übertragung im Internet) zu sehen sein. Sie steht danach als Video auf unserem Videokanal http://www.youtube.com/ffbaktivstudio zum Aufruf bereit.

Der 80minütige Livestream des Gesprächs wurde zwar von einer anfänglichen Tonstörung begleitet, aber wesentliche Teile (50 Minuten) können als Videoaufzeichnung gesehen und gehört werden auf unserem Youtube-Studiokanal: https://www.youtube.com/watch?v=CKi0hGg7Isc
Eine 13-Minuten-Zusammenfassung zu den Themenbereichen „Demokratie/Transparenz“, „Lobbyismus“ und „Klimaschutz/Energiewende“ im Video: https://youtu.be/Xru9O8_id2E
Mehr über die paneuropäische Bewegung „European Spring“ und die Parteialternative „Demokratie in Europa“ erfährt man hier: www.deineuropa.jetzt


Der „DemokraTisch in Bruck“ im April widmete sich dem Thema
„Fürstenfeldbruck for future“ – Wie macht man Klimaschutz?
Über die Notwendigkeit zu handeln.
Eine Gesprächsrunde von „DemokraTisch in Bruck“, gemeinsam veranstaltet mit dem Gesprächskreis „Nachhaltige Lebensstile“.
Der Abend am Mittwoch, 3. April, diskutierte unter anderem folgende Fragen:
Klimaschutz und Energiewende: Wie ist der Stand der Dinge im Landkreis?
Welche Pläne, Forderungen und Ideen erfordern welche Maßnahmen?
Wie kann man die Menschen motivieren, umweltfreundlich zu handeln, wenn täglich Werbung für billige Flugreisen und Kreuzfahrten, schnelle und große Autos, Fleisch aus Massentierhaltung und schädliche Kosmetika erfolgreich auf sie einwirkt?
Wie können Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung helfen, das 2-Grad-Ziel zu erreichen?
Thesen:
Hans Joachim Schellnhuber (Gründer des Potsdam Institut für Klimaforschung): „Wir steuern in einem Irrsinnstempo auf eine unbeherrschbare globale Situation zu … Nur eine Weltbürgerbewegung kann die sich abzeichnende Klimakatastrophe – gewissermaßen zwei vor zwölf – noch stoppen.“
Papst Franziskus: „Der Rhythmus des Konsums, der Verschwendung und der Veränderung der Umwelt hat die Kapazität des Planeten derart überschritten, dass der gegenwärtige Lebensstil, da er unhaltbar ist, nur in Katastrophen enden kann … Wenn die Bürger die nationale, regionale und kommunale politische Macht nicht kontrollieren, ist auch keine Kontrolle der Umweltschäden möglich.“
Wie unsere Abhängigkeit von fossiler Energie die Welt verändern wird, wissen wir nicht. Sicher ist, es wird viel Anpassung und Innovationskraft erfordern. Deshalb wird gute Bildung entscheidend sein für die Zukunft unserer Zivilisation.
Die Diskussionsteilnehmer waren
Max Keil (Kreisrat FFB, ÖDP)
Dr. Alexa Zierl (Stadträtin FFB, Parteifrei)
Andreas Lohde (Kreis- und Stadtrat FFB, CSU)
Gabriele Krause-Herrmann und Albert Tibudd (BI Klimaaktiv-vor-ort.de, Grafrath)
Isabella Gürtler (Kreisjugendring FFB)
Karl-Heinz Jansen (Umweltbeirat FFB)
Karl Busl (Mehr Demokratie e. V.)
Alfred Pichler (Workshop „Nachhaltige Lebenstile“)

Wir stellen eine kleine Materialsammlung mit vielen Links als PDF zum Thema zur Verfügung.
Der Verein „Mehr Demokratie“ bietet eine Aktionsbroschüre als PDF an.
Eine Initiative des Vereins „Klimaschutz – Bayerns Zukunft“, gegründet 2008 mit dem Ziel Klimaschutz in die Bayerische Verfassung zu bringen: https://klimaschutz-in-die-verfassung.de. Unterschriftenlisten zum Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens „Klimaschutz in die Verfassung!“: https://klimaschutz-in-die-verfassung.de/images/pdf/KidV_Unterschriftenliste_web5_sw.pdf
Erde an Bundestag: Klimaschutz jetzt! Rufen Sie jetzt die Abgeordneten Ihres Wahlkreises dazu auf, sich hinter die Forderungen von Fridays for Future zu stellen! Jetzt haben sie einen Katalog mit sechs konkreten Forderungen an die deutsche Politik aufgestellt. Die Forderungen der Jugendlichen beschreiben schlicht, was erforderlich ist, um die Klimakatastrophe noch einzudämmen: https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/erde-an-bundestag
Sehr bissig, aber voller Fakten: Satiresendung „Die Anstalt“ zum Klima-Thema. Die Sendung kann in der Mediathek gesehen werden: www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-9-april-2019-100.html

Fünf kleine Videos zeigen Ausschnitte aus den wichtigsten Diskussionsbeiträgen des Abends:

Klimawandel in FFB – Karl Busl, Vertreter von „Mehr Demokratie e.V.“
Karl Busl ist Mitglied im Verein „Mehr Demokratie“. Er engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für direkte Demokratie, Volksbegehren und weitere Werkzeuge, um unsere Demokratie lebendiger und zu machen, sie weiterzuentwickeln und die Bevölkerung als Souverän des Landes zu stärken. Er stellt im Video die Arbeit des Vereins vor sowie den Inhalt der neu entwickelten Broschüre zum Klimaschutz, die viele konkrete Beispiele für den Einsatz vor Ort gibt, um wichtige Maßnahmen über Stadt- und Gemeinderäte durchzusetzen. Sie ist hier als PDF runterladbar.

Klimawandel in FFB – Andreas Lohde, Kreis- und Stadtrat der CSU
Andreas Lohde ist Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat Fürstenfeldbruck. Als Lehrer steht er zu seiner Verantwortung für gewissenhafte Wissensvermittlung und das Bildungsziel des mündigen Bürgers. Im Video gibt er Hinweise auf gut und schlecht funktionierende Maßnahmen und plädiert vor allem für eine bürgernahe Vernetzung in der Stadt und in den Kommunen, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

Klimawandel in FFB – Max Keil, Kreisrat der ÖDP
Max Keil ist Landwirt und im Kreistag Fürstenfeldbruck zuständig für Energie … Er engagiert sich seit vielen Jahren im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie für den Ökogroßhandel „Brucker Land“ und andere Initiativen. Im Video schildert er die vom Landratsamt etablierten Energie- und Klimaschutzmaßnahmen und plädiert für demokratisches Engagement von unten, um der Politik auf die Beine zu helfen und den streikenden Schülern hilfreich zur Seite zu stehen.

Klimawandel in FFB – Alexa Zierl, parteifreie Stadträtin
Alexa Zierl ist parteifreie Stadträtin in Fürstenfeldbruck. Sie bringt als Ingenieurin ihr Wissen in Energie-, Verkehrs-, Klima- und Umweltfragen ein. Im Video geht sie detailliert auf den Stand der Klimamaßnahmen im Landkreis ein und ergänzt sie mit positiven Beispielen, Vorschlägen und Anregungen, die dem Handeln auf lokaler Ebene und für jeden Haushalt umsetzbar und damit dem Klimaschutz dienlich sind.

Klimawandel in FFB – Bürgerinitiative „Klimaaktiv-vor-Ort“ Grafrath
Gabriele Krause-Herrmann und Albert Tibudd sind Teilnehmer der Bürgerinitiative „Klimaaktiv vor Ort“, die Menschen aus Grafrath, Kottgeisering und Schöngeising vereint. Die Aktivitäten der Gruppierung strahlen mittlerweile auf weitere Orte aus. Wichtig ist ihr, Freude an einem klimaneutralen Leben zu vermitteln, dabei Hilfestellung zu geben und die aktuellen Aktionen der Kinder, Schüler und Studenten zu unterstützen. Erwünscht sind Ideen und Vorschläge für eine überörtliche Vernetzung und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit. Die Webseite: http://www.klimaaktiv-vor-ort.de


Das Thema der Februar-Gesprächsabends am 8.2.:

Hartz IV, Armut und Ausgrenzung
Ist ein menschenwürdiger Lebensstandard in Bruck gewährleistet?
Meldungen folgender Art mehren sich: Hartz IV-Sanktionen und Sanktionsandrohungen verletzen das Menschenrecht auf ein Leben in Würde, weil es den direkt und indirekt betroffenen Menschen das Recht auf Selbstbestimmung und selbstverantwortbares Handeln nimmt / Reichtum wächst, Armut auch / Vor Kinder- und Altersarmut wird gewarnt / 300.000 Menschen mit Behinderungen in Deutschland fehlt ausreichende Unterstützung beim Kochen, bei der Körperpflege, beim Anziehen und anderen Tätigkeiten des Alltags / Menschenrechtsverletzung durch Energie- und Ernährungsarmut …
Fragen: Wie geht es Hartz-IV- und Grundsicherungs-“Beziehern“, Behinderten und Arbeitslosen in Bruck? Welche Kritik und Forderungen gibt es? Reichen die begleitenden Hilfen der Verbände und Vereine aus? Lassen sich neue und andere Initiativen denken?
Zur Diskussion kamen:
Bettina Kenter-Götte (Autorin des Buchs „Hearts fear“)
Felix Hechtel (Geschäftsführer des Brucker VdK)
J. Weichold (Vorsitzender des Behindertenbeirats)
Jan Halbauer (Grüne, Stadtrat, Sozialausschuss)
Peter Falk (SPD, Kreisrat)
isb (Initiative zur Selbsthilfe für Betroffene mit geringem Einkommen e. V.)
Heinz Neff (Christliche Arbeiterhilfe, Diözesanverband / KAB – Kath. Arbeitnehmerbewegung)
Alfred Pichler (KAB – Kath. Arbeitnehmerbewegung)
Lisa Krupicka (Büro für ambulante Dienstleistungen/Dominikus-Ringeisen-Werk)

Die Videos vom Gesprächsabend:
Felix Hechtel – VdK über Hartz IV, Armut und Ausgrenzung: https://youtu.be/nhMw_8_ec-E
Betinna Kenter-Götte – Autorin und Hartz IV-Geschädigte: https://youtu.be/EHOQfgkZU1w
Lisa Krupicke – Ringeisen-Werk über Behinderten-Hilfe: https://youtu.be/EsNhD4ydLPA
Radio Lora berichtete über unseren „DemokraTisch“ und übertrug Bettina Kenters Beitrag als Radiosendung am Abend des 19.2.19. Er kann hier gehört werden: https://www.dropbox.com/s/uwlztqy6oh4sht9/mp3%20Lora.mp3?dl=0


Das Thema der Januar-Begegnung am 31.1.:

Das Artensterben macht vor unserer Haustür nicht Halt
Wie muss ein artgerechtes Leben, Arbeiten und Handeln in Bruck aussehen?
Fakten: In Deutschland sind in den letzten 20 Jahren die Insektenarten um zwei Drittel reduziert worden. 50 % der Vogel- und Säugetierarten werden durch den Klimawandel bis zum Jahr 2100 verschwinden. 37 % der Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Ab dem Jahr 2048 gibt es keine nutzbaren Fischbestände mehr.
Thesen: Ohne Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch sowie ohne rasche solare Energiewende, ohne ökologische Verkehrswende und ohne biologische Landwirtschaft werden wir keine Wege aus der selbstverschuldeten Öko-Krise finden, in die wir uns manövriert haben. Wir brauchen eine ganz neue Art von Bildung, wenn wir überleben wollen: Denken und Handeln in Zusammenhängen, Herzensbildung, ökologische Bildung, Sinn für Schönheit und Vielfalt. Leben ist nur in Vielfalt möglich, nicht in Einfalt. – (Franz Alt)
Fragen: Gibt es ein Artensterben auch im Landkreis FFB und wie zeigt es sich? Wer und was ist dafür verantwortlich? Welche Maßnahmen sind gefragt, welche werden verfolgt und angestrebt? Wer kann/muss Was tun? Kann das „Volksbegehren gegen das Artensterben, für die Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ helfen?
Die Diskutanten waren:
Christian Götz (Mitglied in der BBV und 2. Bürgermeister)
Andreas Lohde (Ortsvorsitzender und Stadtrat der CSU)
Mirko Pötzsch (Stadtrat der SPD und Verkehrsreferent)
Dieter Kreis (Kreisvorsitzender und Stadtrat der ÖDP)
Dr. Alexa Zierl (Parteifreie Stadträtin und Mitglied im Verkehrsforum FFB)
Gerald Fuchs (im Vorstand des LBV)
Eugenie Scherb (Kreisvorsitzende des BN FFB/Emmering)
Hans Zacherl (Sprecher Oberland für die AbL – Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)
Karl-Heinz Jansen (im Umweltbeirat FFB)
Wir haben ein Lesematerial-Sammlung mit vielen Fakten und Informationen zur Thematik erstellt.
Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) – eine bäuerliche Interessenvertretung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft – hat Antworten veröffentlicht, die sich mit den Argumenten beschäftigt, die der Bayerische Bauernverband gegen das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Umlauf brachte.
Von den vielen Vorschlägen und Anregungen der Gesprächsrunde, wie regional gegen das Artensterben vorgegangen werden kann,
stellen wir hier einige vor.


Das Thema unserer Dezember-Begegnung am Freitag, 14.12.:
Verschwendung von Lebensmitteln und wie man sie verhindern kann
Fakten über unser Konsumleben und die globale Nahrungsmittelpolitik
Es diskutierten

die wegen „Containerns“ angeklagten Studentinnen Caro und Franzi,
Dr. Richard Bartels für Slowfood,
Lidija Bartels von der Brucker Tafel,
Josef Hecker, Biolandwirt aus Olching,
Dr. Ingrid Jaschke (Kreisrätin) für den Bund Naturschutz,
Inge Ammon und Alfred Pichler von der Brucker Brücke
und Rudolf Ende (als Moderator) vom Bund Naturschutz.
– Ohne Publikumsbeteiligung, aber mit Pressevertretung.
Ein Pressebericht erschien in der Brucker SZ am 17.12.18.
Dokumentiert wurden in einem Video 15 Minuten aus etwa 90.
Hier zu sehen: https://youtu.be/njHpt8cJ1H8
Wir erarbeiteten ein ausführliches Gesprächsprotokoll mit Info- und Link-Anhang, das wir zur Nutzung für alle Interessierten veröffentlichen. Es darf gerne heruntergeladen und vervielfältigt werden. Über Ergänzungen und Anregungen freuen wir uns – Kontakt über aktiv((at)) ffbaktiv.de. Hier geht’s zur Dokumentation.


»Todesursache: Flucht« oder »Es genügt, ein Mensch zu sein«
Eine Gedenkveranstaltung mit Musik und Aktion zum 70. Jahrestag der Menschenrechte
Solidarität mit den Fliehenden, den Opfern und den Überlebenden.
Montag, 10.12., 19 – 20.30 Uhr, Cafeteria der VHS, Niederbronnerweg 5, Fürstenfeldbruck
Verlesung von Opfer-Namen Geflüchteter und ein Gastbeitrag aus dem Buch »Todesursache: Flucht. Eine unvollständige Liste« – das Buch wird gegen eine freiwillige Spende abgegeben –
Musikalische Begleitung: Günter Wagenpfeil (Gitarre) und David Jäger (Saxophon)
Erlebnisse Geflüchteter: Jeanne-Marie Sindani liest aus ihrem Buch »Gestrandet im ‘Paradies’«
Inge Ammon liest aus dem Buch „Im Namen der Menschlichkeit: Rettet die Flüchtlinge!“ von Heribert Prantl, SZ-Ressortleiter.
Kurzfilme: „12 Seemeilen“, „Deportation Class“ und „Menschenrechte in drei Minuten erklärt“
Deklamation von Menschenrechten: »Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren«, anlässlich 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, durch Amnesty International Ortsgruppe FFB
Veranstalter: Sozialinitiative BRUCKER BRÜCKE – das WIR stärken, amnesty international Ortsgruppe FFB und Bündnis FFB ist bunt – nicht braun
Bericht in der Brucker SZ: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/tag-der-menschenrechte-toedliche-flucht-1.4248966
Die besten Ausschnitte des Abends im 11-Min.-Video: https://youtu.be/8_bGf1VFZWo.
Der Abend wurde mit der hervorragenden Musikqualität der beiden Musiker begleitet. Ihre Stücke sind in voller Länge hier zu hören und zu sehen: https://youtu.be/D3y6Qetb3Ag


Am Montag, 26.11., fand die dritte „DemokraTisch“-Begegnung statt:
Zugewandert, Arbeitslos, Behindert … Sozial benachteiligt. Helferangebote in Bruck
Wir stellen Hilfs- und Beratungsangebote im Landkreis für Migranten, Geflüchtete und weitere sozial Benachteiligte vor, diskutieren über Erfahrungen und Kritik der Betroffenen, über bestehende Mängel sowie Anregungen und Verbesserungsvorschläge.
Die Angebote sind für Menschen, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen, aber auch für Einheimische, deren soziale Lage prekär ist. Die Anbieter stehen ihnen beratend und begleitend zur Seite und geben professionelle Hilfestellung beim Erlernen der deutschen Sprache.
Fragen zur Diskussion: Gibt es genügend Angebote und Helfer? Was läuft gut, was schlecht? Wird dem Ehrenamt zu viel zugemutet und tun die staatlichen Stellen zu wenig?
Gesprächspartner:
Esther Laschitz, Tutorin im „Lernprojekt DUO“ des „AsylPlus e.V.“ – mit einer Begleiterin
Georg Liebermann von „AsylPlus e.V. „
Wolfram Kreuzpaintner und Peter Schnabl von „Projekt Impuls – begleitendes Coaching“
Karl-Heinz Bitsch und Franziska Hauser vom Verein „Pack mas e.V.“
Jeanne-Marie Sindani, Asylberaterin bei der Caritas
Birgitt Epp, Koordinatorin des Helferkreises Asyl FFB
Fredy Engelhard vom Verein isb – Initiative zur Selbsthilfe für Betroffene mit geringem Einkommen
Petra Weber, Kreistags-Referentin für Gleichstellung, Integration und Migration
Inge Ammon, tätig für den Asylhelferkreis
Willi Dräxler, Stadtrat und Integrationsreferent
Jörn Weichold, Vorstand im Behindertenbeirat der Stadt

Dieser Abend ermöglichte ein herzliches Kennenlernen, einen Austausch über Situationen, Menschen, Erfahrungen und Meinungen und war nach Meinung aller Beteiligten für die Zusammenarbeit und Vernetzung untereinander äußerst dienlich.
Ein „Roundtable“-Foto der diskussionsfreudigen Runde:

 


Am Donnerstag, 20.9., fand die zweite „DemokraTisch“-Begegnung statt.
Die Brucker SZ berichtete am 24.9.18 hierüber: »Würde der Landrat seine Spielräume ausnutzen, könnten 30 Prozent mehr Genehmigungen ausgestellt werden, sagte Willi Dräxler (BBV), Integrationsreferent des Brucker Stadtrates, auf einer Veranstaltung der Initiative Die Brücke … etwa zehntausend Flüchtlinge könnten arbeiten, dürfen aber nicht. Für ihren Unterhalt gebe die Staatsregierung lieber 120 Millionen Euro Steuergeld pro Jahr aus. Viele Unternehmen hätten inzwischen resigniert. Nach Angaben Dräxlers schöpfen andere Landräte, etwa in München-Land, die Spielräume aus und erteilen mehr Arbeitsgenehmigungen als die Brucker Behörde … Teilnehmer der Diskussionsrunde beschreiben eine Art Abwärtsspirale, die zur Verzweiflung führt und in massiven Konflikten endet – die wiederum Material für rassistische Hetze bieten … Die Teilnehmer fordern deshalb die Abschaffung von Ankerzentren und ein Recht für alle Geflüchteten auf Arbeit und Ausbildung.« – Der Bericht.

Das Thema der Begegnung:
Flüchtlingspolitik und Menschenwürde: Ankerzentrum und Arbeitsrechtsbeschränkungen in FFB
Zur Diskussion stehende Fragen:
Demokratie, Menschenwürde und Flüchtlingspolitik: Wie geht es Geflüchteten in Bruck?
Einschränkung ihres Rechts auf Arbeit und Ausbildung: Kann die restriktive Kreispolitik verbessert werden und gibt es positive Beispiele?
Wie begegnen wir der rechtsextremen Propaganda gegen Geflüchtete und Asylbewerber?
Thesen:
Menschenrechte und Grundgesetz sprechen eine menschlichere Sprache als die praktizierte Politik.
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und die Einschränkung des Rechts auf Arbeit und Ausbildung für Flüchtlinge bringen Menschen auf Protestdemonstrationen – aber was kann vor Ort anders gemacht werden?
Zum Meinungsaustausch kamen:
Willi Dräxler, Kreis- und Stadtrat FFB, Integrationsbeauftragter, Caritas-Fachreferent für Migration
Karin Geissler, Stadträtin und 3. Bürgermeisterin FFB
Hans-Heinrich Sautmann, Vorstandssprecher des Asylhelferkreises Eichenau
Esther Laschitz, Asylhelferin aus Puchheim
Henrik Schonlau, Betreuer der „unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen“ im Alveni-Jugendhaus der Caritas
Gäste: Mirella Heidegger, Jörn Weichold, Alfred Pichler
Gastgeber: Inge Ammon vom Asylhelferkreis FFB und Harald Buwert vom Bündnis FFB im Wandel und im Herausgeber-Team des Internet-Magazins ffbaktiv.de

Wir bieten zur Thematik ein Blatt mit diversen Infos und Links im PDF-Format zur Verwendung für alle an der Flüchtlingsarbeit Interessierten an.

Ein Interview mit Frau Sindani über die Situation der Geflüchteten und ihre Arbeit als Asylsozialberaterin brachte der Münchner Kirchenfunk.

„Amtlich verordnetes Nichtstun“ – Ein Bericht aus Starnberg: www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/starnberg-amtlich-verordnetes-nichtstun-1.4098350

Die aufklärerische Satiresendung des ZDF „Die Anstalt“ vom 25. September 2018 hat unser Thema aufgegriffen. Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Über Flüchtlingspolitik, Ankerzentren, Arbeitsverweigerungsmaßnahmen und die verwirrte Grenzdebatte. Hier zu sehen.

Einschätzungen der Diskutanten über die Gesprächsrunde am 20.9.18

Hans Sautmann, Sprecher im Asylhelferkreis Eichenau:
Dank für die Einladung in Ihre Runde; es tut gut, Gleichgesinnte zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. Ich hoffe auf … weiteres, hartnäckiges Eintreten für eine menschlichere Gesellschaft ohne Rassismus, Hass und Spaltung.

Mirella Heidegger, Asylhelferin FFB:
Jeder Mensch hat das Recht zu arbeiten und sich zu bilden. Eine Einschränkung dieses Rechts aufgrund einer vermuteten begrenzten Aufenthaltsdauer ist nicht akzeptabel. Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten nützen allen: den Ausbildungsbetrieben, dem Staatshaushalt und natürlich in erster Linie den Geflüchteten selbst. Die Geflüchteten haben durch Arbeit selbst verdientes Geld und benötigen keine Unterstützung vom Staat. Durch ein eigenes Einkommen erlangen Geflüchtete Unabhängigkeit und Würde. Auch lernt man eine Sprachen am besten durch tägliche Übung, wo geht das besser als mit Arbeitskolleg*Innen und Mitschüler*Innen. Mit Kolleg*Innen und Mitschüler*Innen bekommt man Kontakt zu Einheimischen. Und aus Kontakten entstehen Freundschaften und die Teilnahme am sozialen Leben.


Am Donnerstag, 9.8., fand die erste „DemokraTisch“-Begegnung statt:
Im „Kreisboten“ vom 14.8.18 erschien hierzu ein Bericht:
https://www.kreisbote.de/lokales/fuerstenfeldbruck/diskussionsrunde-thema-toleranz-brucker-bruecke-10116521.html

Das Thema:
Toleranz? Ein Meinungsaustausch über Populismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus.
Die Fragen:
Wie gefährden Populismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus unsere Demokratie und unser nachbarschaftliches Miteinander?
Welche Aufklärungs- und Handlungsstrategien gibt es, um eine gemeinwohlorientierte und menschenwürdige Stadt- und Landpolitik zu gewährleisten?
Was können unsere gewählten Volksvertreter, sozialen Dienstleister, Ehrenamtlichen und Mitbürger für ein solidarisches Zusammenleben tun?
Thesen:
Martin Hohmann, AfD-Politiker in Hessen, erklärte der Frankfurter Rundschau, warum er der neurechten „Identitären Bewegung“ (IB) weitere Erfolge wünscht: „Weil sie dazu beiträgt, was gerade viele der Jüngeren immer wieder wünschen, dass unser politisches Leben bunt, phantasievoll und vielfältig ist“.
Richard von Weizsäcker: „Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“
Karl Popper: „Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“
Zum Meinungsaustausch kamen:
Willi Dräxler, Kreis- und Stadtrat FFB, Integrationsbeauftragter, Caritas-Fachreferent für Migration
Andreas Ströhle, Stadtrat FFB und Referent für Bürgerbeteiligung
Jeanne-Marie Sindani, Sozialwissenschaftlerin, Autorin, Asyl-Sozialberaterin bei der Caritas
Jonathan Grundmann, Student, Mitglied im Bündnis „FFB ist bunt, nicht braun“ und im Stadtjugendrat FFB
Detlef Arzt, Mitinitiator der Gröbenzeller Initiative „Wählt Demokraten, keine Populisten“
Margot Simoneit, Lehrerin, GEW-Mitglied und Sprecherin des Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun“

Einschätzungen der Diskutanten über die Gesprächsrunde am 9.8.18

Jonathan Grundmann, Student, Mitglied im Bündnis „FFB ist bunt, nicht braun“ und im Stadtjugendrat FFB:
Der „DemokraTisch“ bietet Engagierten im sozialen Bereich und in der Kommunalpolitik eine in Fürstenfeldbruck bisher einzigartige Vernetzungsmöglichkeit. Ich bin mir sicher, dass aus den regelmäßigen Begegnungen gute und wichtige Initiativen für Bruck entstehen werden. Bei den nächsten Treffen sollte das Entwickeln von Lösungs- und Handlungsansätzen definitiv weiter in den Fokus gerückt werden. Der „DemokraTisch“ birgt großes Potenzial für die Umsetzung einer gemeinwohlorientierten Politik vor Ort durch die Vernetzung der Initiativen und Ehrenamtlichen.

Margot Simoneit, Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Sprecherin des Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun“:
Ich fand es sehr interessant. Es sind viele wichtige Punkte angesprochen worden; ich hätte gerne noch mehr Grundlagen beigetragen, z.B. wird ja heute statt von „Rassismus“ eher von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ gesprochen …

Willi Dräxler, Stadtrat in FFB, Integrationsreferent:
… ein engagierter und kompetenter Kreis mit einer intensiven Diskussion. Meinungsverschiedenheiten gab es unter den Diskutanten praktisch keine, allerdings haben die vielen Erfahrungen, Aspekte und Sichtweisen nicht nur die Diskussion sehr gut angeregt, sondern auch den eigenen Blick erweitert und das Hintergrundpotential ergänzt … Ein Dilemma sehe ich in dem Umstand, dass viele Menschen in einer Gemeinschaft nicht wahlberechtigt sind. Wer das Wahlrecht nicht besitzt, ist ausgeschlossen … Die Beteiligungskultur, aktiv wie passiv, ist unbedingt zu verbessern. Dies gilt sowohl für die Wahlberechtigung als auch für die tatsächliche Wahlbeteiligung. Die Bildungseinrichtungen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, sich für die politische Mündigkeit und Teilhabe aller Menschen einzusetzen, sowie das Interesse an der Demokratie zu fördern. Wir wollen eine Welt, in der Rassismus und Diskriminierung keinen Platz hat. Wir wollen keine Welt, die durch ein großes wirtschaftliches Gefälle gezeichnet ist und wollen auch keine Gesellschaft die unter dem Diktat der Finanzmächte gestaltet wird. Dies gilt für das Zusammenleben in einer kleinen Stadt, wie auch für die kosmopolitische Gesellschaft.
Willi Dräxler äußerte sich zum Thema noch ausführlicher:
Hier nachzulesen.

Detlef Arzt, Mitinitiator der Gröbenzeller Initiative „Wählt Demokraten, keine Populisten‘ und Verfechter des Mottos ‚Rumsitzen und Zuschauen ist zu wenig, es muss etwas geschehen“:
Ich war und bin noch immer schwer beeindruckt. Beeindruckt von dem, was ich von den Mitdiskutanten gehört habe. Am interessantesten war das, was ich aus dem Munde der bewundernswerten Buchautorin und Caritas-Mitarbeiterin Jeanne-Marie Sindani gehört habe. Wir haben hierüber intensiv diskutiert. Die Tatsache, dass es vielen Eltern von Flüchtlings-, Asylbewerber- und/oder Migrantenkindern im Raum FFB kaum mehr gelingt, ihre Kinder dazu zu bewegen, weiterhin in die Schule zu gehen, weil sie dort in unglaublicher Weise verbal und nonverbal gedemütigt … werden, ist ebenso schrecklich wie kaum zu glauben … Wir haben darüber beraten, was man tun kann, um die Ursachen der unerträglichen Missstände, die exakt das Gegenteil von Toleranz darstellen, zu beseitigen … Wir waren uns am DemokraTisch ziemlich sicher, dass schon am Wahlabend des 14. Oktober sich gerade diejenigen wundern dürften und wundern sollten, welche die angeprangerten Verhaltensweisen betreiben und/oder fördern.
Das ausführliche Statement von Detlef Arzt ist hier zu lesen.

 

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