Aktuelles

Stell dir vor, es geht, und keiner kriegt’s hin / und wir kriegen’s hin?
Aus dem Buch von Sven Böttcher und Mathias Bröckers „Die ganze Wahrheit über alles – Wie wir unsere Zukunft doch noch retten können“: Dem Fatalismus, dass eh alles zu spät ist und Buchautoren allenfalls noch eine Rolle im Orchester der Titanic zufällt, schließen wir uns nicht an. Denn wir haben es auf diesem Kollisionskurs nicht mit einem Eisberg, sondern mit selbstgeschaffenen, hausgemachten Problemen zu tun: einem Wirtschaftssystem, das als zerstörerischer Kaputtalismus wütet, und einer Zivilisation, die zur Zuvielisiation mutiert ist und an ihrem eigenen Müll erstickt. An ihrer eigenen Dummheit. Die vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass ins Betriebssystem der allerersten Lebewesen ein Befehl programmiert war – „Wenn sich was bewegt, hau drauf und friss es!“ -, der auf diesem äußerst unwirtlichen Planeten für das Überleben von entscheidender Bedeutung war und deshalb auch bei allen folgenden DNA-Updates bis hin zur aktuellen Version des Homo sapiens weiter ein Bestandteil des Betriebssystems blieb. Mittlerweile aber ist er für die potentiell fatalen Bugs, die Systemfehler, verantwortlich, die wir von A-Z aufgeführt haben … So wie der Hecht im Karpfenteich irgendwann checkt, dass es mit seinem Hechtsein zu Ende geht, wenn er alle Karpfen frisst, so haben wir Menschen mittlerweile gecheckt, dass wir dank unserer Erfindungsgabe und Ideen in der Lage sind, aus diesem von Knappheit und Mangel geprägten Planeten ein Paradies zu machen … Alle Parasiten müssen Symbionten werden – oder sie werden verschwinden … Das Wissen über die Welt und die Gesellschaft stellt Lösungen bereit, wie wir unsere Zukunft doch noch retten können …
Buchvorstellung durch die „nachdenkseiten.de“: „Man kann’s ja doch nicht ändern? Es ist alles viel zu kompliziert und es gibt keine Lösungen? Falsch, es ist alles ganz und gar nicht so kompliziert, wie uns die wenigen Gewinner im globalen Optimierungsspiel nur allzu gern glauben lassen. Gut gemeint war wahrscheinlich viel – von Agrarrevolution bis Demokratie, von Kapitalismus bis Wachstum und Zuwanderung. Nur: Daraus gemacht haben wir meist ein Riesendesaster. Mathias Bröckers und Sven Böttcher liefern mit ihrem neuen Buch eine Gebrauchsanleitung für die Zukunft – für alle, die noch eine haben wollen.“ Ein ausführlicher Auszug ist hier zu lesen: www.nachdenkseiten.de/?p=34048
Das Buch: www.westendverlag.de/buecher-themen/programm/die-ganze-wahrheit-ueber-alles-sven-boettcher-mathias-broeckers.html#.V3-RLTVAqD


Ernten erwünscht
Was einige Ruheständlerinnen in der englischen Kleinstadt vor acht Jahren begannen, ist heute eine weltweite Bewegung: Gärtnern für alle, jeder darf nehmen, was er braucht. „Unser Gemeinsinn wurde gestärkt. Es geht letztlich nicht um Gemüse, sondern um Grosszügigkeit“, sagt Mary Clear, eine der Mitbegründerinnen von „Incredible edible“.
Auch Andernach in Rheinland-Pfalz verwandelt sich seit rund fünf Jahren in eine „essbare Stadt“. Auf allen öffentlichen Grünflächen werden Nutzpflanzen angebaut, die alle Bürger ernten können.
Quelle und weitere Infos: www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/187632/index.html
Beispiel Todmorden: www.incredible-edible-todmorden.co.uk
In Todmorden wurde die „essbare Stadt“ erfunden: Was einige Ruheständlerinnen in der englischen Kleinstadt vor acht Jahren begannen, ist heute eine weltweite Bewegung: Gärtnern für alle, jeder darf nehmen, was er braucht. Das 6-Minuten-Video: www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=60067
„Urban Farming“ erobert die Metropolen der Welt: www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/162383/index.html
„Essbare Stadt“ München: www.greencity.de/projekt/essbare-stadt/
„Essbare Stadt“ Puchheim: www.puchheimer-stadtportal.de/auftaktveranstaltung-zur-essbaren-stadt-puchheim/ und www.puchheim.de/index.php?id=10291,376 und www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/essbare-stadt-salat-zwischen-den-haeusern-1.3051555
Fürstenfeldbruck – Ob in New York, London oder Berlin „Urban Gardening“ ist trendig und stark im Kommen.  Und natürlich darf solch ein Projekt in Fürstenfeldbruck nicht fehlen. Was ist das genau:  Urban Gardening ist ein sozio-ökologisches Gartenprojekt der Stadt Fürstenfeldbruck zur Selbstversorgung (gelegen an der B 2 auf Höhe Hage-Baumarkt). Auf einer Fläche von ca. 4000 Quadratmetern, von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt, können Bürger der Stadt Fürstenfeldbruck Gemüse anbauen, Erfahrungen austauschen und vieles mehr. Die Ackerparzellen können mehrjährig genutzt werden. Das Projekt wird eigenverantwortlich durch ein gewähltes Gartengremium verwaltet. Grundlage für alle „Gärtner“ auf dem Fürstenacker sind die sog. Basisregeln. Sind auch Sie daran interessiert, auf dem Fürstenacker eine Parzelle zu bearbeiten, um Ihr eigenes Gemüse anzubauen?  Dann setzen Sie sich mit der Aktionsgruppe unter Tel. (0160) 4168367 oder fuerstenacker@gmx.de in Verbindung.  Mehr Informationen finden Sie auch unter www.fuerstenacker.de.
Gartenprojekte im Landkreis Fürstenfeldbruck – 5-Min.-Video: https://youtu.be/mufSsl00Vgg


Öffentliche Stellungnahme des Vereins Eine-Welt-Zentrum Fürstenfeldbruck zum nichtöffentlichen Treffen zur Zukunft des Kinos, organisiert von der Stadt am 2.5.16:

Fürstenfeldbruck, den 10. Mai 2016
An den Sprecher des Fördervereins „Lichtspielhaus“ Hrn. Lutzeier,
An den amtierenden Bürgermeister der Stadt FFB Hrn. Raff,
An die dritte Bürgermesiterin der Stadt FFB; Fr. Geissler
und an alle sonstigen Betroffenen
Betr.: Lichtspielhaus FFB

Sehr geehrte Damen und Herren,
bei der kürzlichen Infoveranstaltung im Rathaus waren auch Vertreter des „Eine-Welt-Zentrums FFB“ eingeladen.
Trotzdem fiel uns auf, daß unsere Organsiation noch sehr unbekannt ist.
Doch  gerade das Ziel dieser Veranstaltung, des Fördervereins und jetzt des neuen Arbeitskreises ist auch unseres:

  • einen Ort nahe dem Zentrum der Stadt bieten, an denen sich viele Interessensgruppen treffen
  • Bildung und Kultur unter allen Bevölkerungsgruppen fördern
  • Interesse und Neugier wecken auf Neues und Nie-Gehörtes
  • Frieden und Verstehen fördern zwischen Unbekanntem und Fremden

Noch weit vor einer „Flüchtlingskrise“, nämlich vor drei Jahren, taten sich Bürger aus der Umgebung mit diesen Zielen zusammen, eine Begegnungsstätte bei uns zu schaffen, die niederschwellig für Alle da ist. So offerieren wir den Bruckern schon seit Langem in regelmässigem Turnus

  • Vorführungen engagierter Filme
  • Lesungen aus spannenden Büchern
  • kulinarische und musikalische Festlichkeiten aus unbekannten Ländern,

aber auch Räumlichkeiten für lokale Vereine, die sich so produktiv untereinander vernetzen.
Neben vielen kleinen Vereinen sind bei uns auch Mitglied die „Caritas“, die „KAB“, das „Sozial Forum Amper“, der „Kulturkreis Rondo“ und die „Agenda 21“ des Landratsamtes, um nur einige zu nennen.
Mit dem „Brucker Forum“, die auch Mitglied unserer Organisation sind, beteiligen wir uns immer erfolgreicher werdend am mit von uns initierten „Fest der Kulturen“ in der Heimstättenstrasse.
Dort hat uns die Stadt Fürstenfeldbruck vor einiger Zeit eine Räumlichkeit in dem roten Container gegeben.
Um wieviel näher aber kämen wir an die Wünsche und Bedürfnisse unserer Bürger, wenn wir eine Plattform im Herzen der Stadt bekämen, um so näher an die Herzen der Brucker zu kommen.
Helfen Sie uns, an dem Lichtspielhaus mit teilhaben zu können!
E-Mail: post@einewelt-ffb.de
Website: „www.einewelt-ffb.de


Öffentliche Stellungnahme zum nichtöffentlichen Treffen zur Zukunft des Kinos, organisiert von der Stadt am 2.5.16:
(Ein Bericht dazu erschien am 3.5.16 in der SZ-FFB. Online veröffentlicht auf www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-hoffnung-fuer-das-lichtspielhaus-1.2979545)

Kultur heißt „Zusammen leben – Zusammen wachsen“
Das Gemeinwesen Bruck hat soziokulturelle Defizite

Bürgermeister Raff wirbt für Kommerzialisierung der Kultur, weil das Geld reinkommen „muss“, das ein Betreiben des Lichtspielhauses kostet, weil die Stadt kein Defizit tragen will, weil der Haushalt es nicht hergibt, weil die Einnahmen zu gering sind … Das alte Lied! Der „Förderverein Lichtspielhaus“ vertritt die Haltung, ein gewinnorientiertes Kinoprojekt kombiniert mit Mietverträgen für interessierte Kleinkulturgruppen könne ein Defizit vermeiden.
Das „Bündnis FFB im Wandel“ und der Verein „Eine Welt Zentrum FFB“ verbinden die kulturellen Interessen von fast zwanzig lokalen Gruppierungen, die ebenfalls Kosten begleichen und deshalb Geld sammeln müssen, sich aber prinzipiell gegen Kommerzialisierung und Privatisierung kultureller Belange wenden. Denn wie wir alle zusammen leben, das macht unsere Kultur aus. Die Brucker Kultur ist kommerz-orientiert, teuer und bekanntermaßen für die steigende Zahl Bedürftiger unerschwinglich. Das Gemeinwesen Bruck hat soziokulturelle Defizite. Ein Kulturhaus für Bruck soll deshalb folgende Bedingungen erfüllen: Bürgernähe – offen für alle Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener sozialer Schichten, unabhängig ihres Status, der Herkunft und des Geldbeutels, um am kulturellen Leben teilzuhaben und eigene Kreativität zu entwickeln. Ein Kulturhaus soll Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur als Ort der Selbsterfahrung und als Ort künstlerischer Kreativität ermöglichen. Es bietet Künstlern und kulturellen Akteuren den Raum für Dialog und Diskussion.
Eine Stadtverwaltung, die im Sinne ihrer Bürger arbeitet, minimiert Kostenbelastungen, soweit es möglich ist. Sucht sie wirklich danach oder versucht sie, diese Verantwortlichkeit auf eine Betreibergesellschaft abzuwälzen, noch dazu mit der Auflage, ja kein Defizit zu „erwirtschaften“, verbunden mit der Drohung, ansonsten einen Kindergarten zu installieren? Kunst und Kultur vertragen sich schlecht mit kommerz- und finanzdefizitärem Denken. Andernorts geht man offensiv an die Lösung derartiger Probleme heran, bspw. können Stiftungen, Sponsoren und Kulturförderabgaben weiterhelfen. Gesucht wird eine bürgernahe Lösung. Drohgebärden und nichtöffentliche Vorgehensweisen, über die ein Bürgermeister hernach der Presse berichtet, sind intransparent, kontraproduktiv und bürgerfern. Wir – Bündnis und Verein – erwarten eine echte Bedarfs- und Lösungsanalyse, gemeinschaftlich erarbeitet mit allen an einem Brucker Kulturhaus interessierten Gruppierungen. Sie, nicht Kinokommerz-Firmen aus München, sind dazu explizit zu befragen. Ihr Votum zählt, nicht Sonder- oder Gewinninteressen.
Als Leserbrief der SZ-FFB zugeleitet am 5.5.16. Verantwortlich: Harald Buwert.


Giftstoffe entlang der Nahrungskette

Aus einem Gespräch mit Dr. Angelika Hilbeck, Agrarökologin am Institut für Integrative Biologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Schweiz, Vorsitzende des European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER) über Neo-Nikotin. » Das sind synthetische Abkömmlinge vom Nikotin und sehr potente Nervengifte, die auch als Pestizide verwandt werden. Und wir interessieren uns dafür, weil wir … unzufrieden sind. Insbesondere unzufrieden, dass notorisch Wirtschafts- und Industrieinteressen vor jenen der menschlichen Gesundheit und Umwelt rangieren. Wir haben zwar wunderbare Gesetze und Prinzipien – wie etwa das Vorsorgeprinzip –, diese werden aber aus allen Richtungen unterwandert, umgedeutet und ausgehöhlt, bis sie am Ende das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie geschrieben stehen. Und schlimmer noch, Wissenschaftler, die diese Dinge sagen und für die Industrie unangenehme Forschungsfragen stellen, ja, diese unbequemen Ergebnisse sogar noch zu publizieren wagen, werden massiv angegriffen und zum Teil auf übelste Art und Weise diskreditiert. Sie werden mit systematischen Rufmordkampagnen eingedeckt, um sie mundtot zu machen oder gleich ganz aus ihren Jobs zu entfernen. Das ist völlig inakzeptabel! Die offiziellen staatlichen Stellen halten sich dabei bestenfalls raus oder liegen ansonsten auf einer Linie mit den Industrieinteressen und übernehmen deren Positionen – manchmal sogar 1:1 … wir erleben gerade faktisch einen zweiten „Stummen Frühling“, wie er in den 1950er und 1960er Jahren zuletzt durch das Insektengift DDT ausgelöst wurde: Über die Nahrungskette gelangen giftige Pflanzenschutzmittel aus Wasser, Boden und Pflanzen in Lebewesen, welche am Ende der Nahrungskette stehen, zum Beispiel eben Vögel. Die Giftstoffe werden entlang der Nahrungskette weitertransportiert und reichern sich in den betroffenen Lebewesen immer weiter an– bis hin zum Sterben von Tieren, die ganz oben in der Nahrungskette stehen und vielleicht selbst gar nicht im landwirtschaftlichen Ökosystem vorkommen; oder eben auch bis hin zu schweren Erkrankungen bei Menschen … Wir brauchen schlicht eine Agrarwende. Damit bekämpft man nämlich zugleich mehrere globale Probleme auf einmal – denn die industrialisierte Landwirtschaft ist nicht nur ein Treiber hinter dem galoppierenden Biodiversitätsverlust, sondern auch hinter dem sich zunehmend erschöpfenden Ressourcenabbau von Wasser, Boden, fossilen Energieträgern, Phosphaten etc. – und somit auch ein ganz wichtiger Treiber hinter dem Klimawandel. Das hieße: Weg von synthetischen Pestiziden und Düngern, die natürliche Prozesse und Systeme zerstören. Das würde einen großen Beitrag zur Lösung aller dieser Probleme mit einem Mal liefern – und von der Gesundheit der Menschen … Dass das auch geht, beweisen der immer erfolgreichere Bioanbau und andere giftfreie Anbauformen sowie viele Studien …«

Quelle und das ganze Interview: http://www.nachdenkseiten.de/?p=29219#more-29219

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